Zinsen verstehen: Nominalzins, Effektivzins und Zinseszins
Ein Prozentsatz auf einem Vergleichsportal ist selten die volle Geschichte. Wer Festgeld seriös bewerten will, sollte Nominalzins, Effektivzins und Zinseszinseffekt sauber auseinanderhalten.
Nominalzins
Der Nominalzins ist der reine, im Vertrag genannte Zinssatz pro Jahr. Er berücksichtigt keine Verrechnungsintervalle und keine sonstigen Effekte.
Effektivzins
Der Effektivzins spiegelt die tatsächliche jährliche Rendite unter Berücksichtigung von Zinsgutschriften und Zinseszinseffekten. Bei Festgeld mit endfälliger Auszahlung entspricht er meist dem Nominalzins; bei jährlicher Zinsgutschrift auf ein separates Konto entstehen Abweichungen.
Was Vergleichsportale meist zeigen
Portale wie Swiss-Zins-Vergleich weisen üblicherweise den nominalen Zinssatz pro Jahr aus. In der Praxis lohnt der Blick in die Konditionen des Instituts: Wird jährlich, quartalsweise oder endfällig verzinst? Wie wird prolongiert?
- Endfällige Zinszahlung: Nominal- und Effektivzins in der Regel gleich
- Jährliche Zinsgutschrift auf Referenzkonto: keine interne Verzinsung der Zinsen
- Jährliche Zinsgutschrift auf das Festgeldkonto: klassischer Zinseszinseffekt
Vertiefen Sie das Thema in unserer ausführlichen Swiss-Zins-Vergleich Analyse oder im gesamten Wissensarchiv.
Hinweis: Redaktioneller Beitrag zu Bildungszwecken. Keine Anlageberatung.